Schulleiter Marcel Béchet führte eine kleine Gruppe von Französischlehrkräften des Gymnasiums Gars am Inn in Begleitung ihres Schulleiter Julian Zwirglmaier durch den traditionsreichen technischen Bereich des Gymnasiums, das 1848 als „Ecole royale d’horlogerie“ als „Königliche Uhrmacherschule“ gegründet wurde.
Ziel des Besuchs Anfang Mai war eine Vertiefung und die Stärkung der langjährigen Austauschpartnerschaft der beiden Gymnasien. Bisher ging es im Schüleraustausch vor allem darum, die in der Schule gelernte Fremdsprache auch praktisch anwenden zu können und dabei die Kultur des Gastlandes kennenzulernen. Zudem gilt der gegenseitige Austausch seit Jahren als wichtiger Beitrag zur Stärkung der deutsch-französischen Freundschaft. Bei dem jetzigen Besuch in Cluses wurde aber deutlich, dass auch das gemeinsame Interesse an Robotics die beiden Schulen verbindet.
Wie Béchet berichtet, organisiert das französische Gymnasium seit mehreren Jahren internationale Robotik-Wettbewerbe gemeinsam mit dem Robotikhersteller Stäubli Robotics, einem großer Schweizer Technologiekonzern im Bereich Industrieautomation und Mechatronik. Die internationale Finalrunde findet jedes Jahr am Lycée Charles Poncet in Cluses statt. Die internationalen Teams arbeiten dabei an realen Industrieaufgaben mit Robotern von Stäubli, wobei typische Disziplinen die Programmierung und Steuerung von Robotern, das Lösen von Wartungs- und Fehlersuchaufgaben oder die Simulation von Produktionszellen sind.
Neben dem Kennenlernen der Schule in ihren unterschiedlichen Facetten erhielt die Garser Delegation auch Einblicke in das System der französischen Schulverwaltung und erfreulicher Weise bleib auch noch Zeit für Landeskunde und Kultur.
Eine herzliche Einladung an die für ihr weltweit erfolgreiches Abschneiden bei Lego-Wettbewerben bekannte Robotics-Mannschaft des Gymnasiums Gars schloss den Besuch der deutschen Lehrkräfte ab. Für September wurde der Gegenbesuch von Marcel Béchet ins Auge gefasst, um ihn dann entsprechend in den Garser Schulalltag mitzunehmen und die Arbeit der Robotik-Teams vor Ort präsentieren zu können.