Der Deutsch-Französische Tag im Zeichen der Pandemie

Erinnert ihr euch noch? 22. Januar 2020? Da feierten wir den Tag der deutsch-französischen Freundschaft mit Musik, Gedichten, Crêpes und Lieder. Schöne Erinnerungen, oder? Que de bons souvenirs, n’est-ce pas!

Auch im Schuljahr 2020/21 hatte sich die Französischfachschaft sowie die Französischlernenden des GG etwas überlegt, um diesen Tag hochleben zu lassen. Auch im Januar 2021 gibt es ein kleines Programm: ein Quiz (Abgabe bitte per Mail an )und zwei Videos, die von Schüler*innen aus der jetzigen Q11 über die Geschichte der deutsch-französischen Freundschaft und der Klasse 10b/F3 zum Thema Vorurteile erstellt wurden. Außerdem findet ihr ein Rezept für Crêpes, so könnt ihr euch Frankreich nach Hause holen.

Video der Q11: Geschichte der deutsch-französischen Freundschaft

 

Video der 10b: Vorurteile und Funfacts über Franzosen und Deutsche

 

Wann kann ich Französisch am Gymnasium Gars lernen?

Je ne parle pas français …Vielleicht kennst du das Lied von Namika? Ich spreche nicht Französisch, singt sie.

Noch nicht! Denn es gibt bei uns die Möglichkeit Französisch als zweite (ab 6. Jahrgangsstufe) und als dritte (ab der 8. Jahrgangsstufe) Fremdsprache zu lernen.

Egal, wann du dich entscheidest, Französisch zu lernen. Es ist immer eine Wahl wert!

Schaue in der Übersicht, welche Möglichkeiten sich dir eröffnen. Du kannst am bundesweiten Fremdsprachenwettbewerb sowie am Vorlesewettbewerb teilnehmen, du kannst mit einem Austauschprogramm nach Frankreich fahren oder an einem Individualaustausch mitmachen. Außerdem ermöglicht man dir den Erwerb eines Sprachdiploms und du wirst, wenn in der 8. Klasse mit Französisch begonnen hast, in der 10. Klasse eine Studienfahrt unternehmen.

Und natürlich feiern wir jedes Jahr die deutsch-französische Freundschaft, wofür auch du einen Beitrag gestalten wirst. 

Jgst. F2 F3 Aktivitäten Weitere Programme
6 A plus! 1   Vorlesewettbewerb  
7 A plus! 2

 

  Echange scolaire  
8 A plus! 3 Cours intensif 1   Brigitte-Sauzay-Programm

(3 Monate)

9

 

 

A plus! 4 Cours intensif 2 Mündliche Prüfung Voltaire-Programm (6 Monate)
10 [A plus! 5] Cours intensif 3

 

Studienfahrt

Echange scolaire

 

Sprachdiplom DELF (B1)

11

(ab 2023/24)

[Lehrbuch noch nicht veröffentlicht] Möglichkeit zu einer Fahrt nach Brüssel/ Strasburg Möglichkeit eines längeren Aufenthaltes in Frankreich
Qualifi-kations- phase [Lehrbuch noch nicht veröffentlicht] Mündliche Prüfung  
Abitur in Französisch = Sprachniveau B2

 

 

Warum solltest du Französisch lernen?

  • Weil du damit dem europäischen Bürger entsprichst, der zwei lebendige Fremdsprachen spricht (EU-Kommission).
  • Weil Frankreich und Deutschland wichtige Handelspartner sind.
  • Weil Französisch eine Sprache der Diplomatie ist.
  • Weil du mit Französisch um die ganze Welt reisen kannst (Amtssprache in 29 Ländern!).
  • Weil du durch Französisch schneller eine andere romanische Sprache erlernst.
  • Weil etwa 500 französische Firmen Niederlassungen in Bayern haben und du dadurch deine Chancen erhöhst.
  • Weil du dann weißt, wie man wie Gott in Frankreich lebt.
  • Weil du die europäische und deutsch-französische Geschichte besser kennenlernen wirst.
  • Weil du durch die französische Sprache Menschen und Kulturen besser verstehen wirst.
  • Weil Latein nicht mehr für ein Medizinstudium nötig ist.
  • Weil du dann verstehst, was sich Herández, Pavard und Tolisso auf dem Fußballplatz des FC Bayern zurufen.
  • Weil du so die Werbung von Dior j’adore oder Lancôme La vie est belle verstehst.
  • Weil….

 

Noch Fragen? – Wenn ja, dann wende dich an eine der Französischlehrerinnen des GG. Sie wird dir gerne bei deiner Entscheidung helfen.

 

Welche Austausche sind für dieses Schuljahr geplant?

Positiv und voller Optimismus kamen wir aus der „Sommerpause“ und freuten uns auf zwei Austauschprogramme: mit unseren französischen Freunden aus Cluses für die 9. und 10. Klassen und mit denen aus Aizenay für die 7. und 8. Klassen. Jeder Kilometer ist es wert zu fahren, um mit unseren französischen Freunden in Kontakt zu treten. Doch bereits Ende September kamen erste Zweifel bei den Französischlehrkräften und der Schulleitung auf, ob der Austausch mit dem ausgearbeiteten Programm so realisierbar sei. Dann kam der erste Lockdown in Frankreich und eine Aufnahme deutscher Schüler erschien den französischen Familien fast unmöglich. Wenig später kam auch bei uns die ersten Beschränkungen und schließlich der Lockdown light im Dezember und damit war auch für den letzten klar, es wird wohl auch in diesem Schuljahr keinen Austausch geben. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt! Wer weiß, was im zweiten Halbjahr möglich ist?

Wie ist die Lage momentan in Frankreich? – Ein Résumé

Seit 14. Januar 2021, so berichtet Marie Bluteau (Deutschlehrkraft in Aizenay), herrscht Ausgangssperre um 18 Uhr und noch striktere Maßnahmen für die Wochenenden. Sie erklärt, dass auch in Frankreich einige Klassen von Zuhause aus unterrichtet werden. Diese Art des Unterrichtens sei aber von der französischen Regierung nicht sehr geschätzt, denn so könnten viele Eltern nicht arbeiten gehen. Ein Problem, das auch wir in Deutschland kennen, oder? Sie ist aber zuversichtlich, dass der Austausch fortgeführt bzw. endlich eingeleitet werden kann, sobald die Umstände es zulassen. Sie betont, einige ihrer Schüler hätten Deutsch gelernt bzw. möchten Deutsch lernen, um an einem Austausch teilzunehmen und Freundschaften zu knüpfen. Daraufhin bringt Mme Bluteau zur Sprache, dass uns gerade diese crise sanitaire der Pandemie zusammenbringt, denn wir – im Nachbarland – hätten mit ganz ähnlichen Problemen zu kämpfen. Über Landesgrenzen hinweg… in Frankreich und in Deutschland. Ja in ganz Europa. Abschließend erläutert sie, es seien eben diese Einschränkungen, die Isolation und das Sich-Zurückziehen, die das Pflegen von Freundschaften umso wichtiger erscheinen lasse. Und das wissen wir alle!

Auch die deutsch-französische Freundschaft zwischen Schülerinnen und Schülern sollen nicht unter dem Druck des Virus leiden. Im Gegenteil: Wir haben allen Grund, daran festzuhalten und einiges nachzuholen.

😊 Vive l’amitié franco-allemande! 😉Vive l’Europe!

 

F-Fachschaft

i.A. Göbel

Frohe Weihnachten!

Der Engel wurde von Herrn Kirmayer für einen Adventsimpuls gestaltet, der leider aufgrund des Distanzunterrichts nicht stattfinden konnte.

Wir wünschen allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

Frohe Weihnachten!

Weihnachtsengel1

Zuversicht

daran glauben

jetzt erst recht

Licht erhellt das Dunkel

heute

Weihnachtstrucker-Aktion der Johanniter-Unfallhilfe 2020

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Mit Hilfe der Schüler*innen aus den Klassen 5-7 und Q12 konnten wir die gepackten Pakete für bedürftige Familien und Kinder in Rumänien am 14.12.2020 an die Johanniter übergeben.

Dieses Jahr waren die Bedingungen durch die Corona-Krise erschwert, denn die Klassen befanden sich teilweise im Wechselunterricht, einige Schüler*innen waren in Quarantäne und der Distanzunterricht drohte. Dennoch haben alle Klassen ihre Pakete fertig packen können, um gerade in diesen schwierigen Zeiten bedürftige Familien zu unterstützen. Besonders war dieses Jahr, dass der Elternbeirat die Aktion großzügig unterstützte und so kamen 50% mehr Pakete zusammen, insgesamt 63 Pakete, eine stattliche Zahl.

Herzlichen Dank an alle, die sich engagiert und dieses tolle Ergebnis möglich gemacht haben. Hier zeigt sich die Kraft und der Einsatz aller Mitglieder unserer Schulfamilie!

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Egg-Race im Unterricht Naturwissenschaftliches Arbeiten

Der Begriff „egg-race“ stammt aus England, wo in einer Fernsehsendung Tüftelaufgaben ausgeschrieben wurden. Diese Aufgaben fanden so viele Anhänger, dass immer weitere dieser Aufgaben gestellt wurden. Heute finden sie zum Beispiel auch Anwendung in den naturwissenschaftlichen Fächern.

Die Schüler*innen der fünften Klassen bekamen folgende Aufgabe:
Hebt das Holzbrett mit Hilfe eines DIN A4 Papiers und etwas Tesafilm so hoch wie möglich.

Die Schüler*innen kamen auf viele kreative Ideen, die im Foto teilweise dargestellt sind. Allerdings konnte nur zwei Formen mit knapp 29,7cm gewinnen.
2020-11-20-bio-na-eggrace (1) (1500)

Der Unterschied zeigte sich dann in der Stabilität beider Varianten. Die „Röhre“ hielt das Gewicht von zwei dicken Holzbrettern, die zusammen 1040g auf die Waage brachten. Die „kantige“ Variante brach bereits beim Auflegen eines Holzbrettes mit dem Gewicht von 520g zusammen. Eine Papierröhre wiegt übrigens knappe fünf Gramm, was die Tragkraft noch beeindruckender macht.

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Den 5-Klasslern wurde so die Stabilität der Röhrenknochen vor Augen geführt. Der menschliche Oberschenkelknochen, welcher der größte menschliche Knochen ist, trägt ein Gewicht von knapp 1500kg.

Zu Hause kann man die besondere Stabilität von Röhren auch mit einem anderen Versuch beobachten. Man braucht dazu nur vier leere Klopapierrollen und ein dünnes Brett. Das Brett wird auf die Klopapierrollen gelegt und man lässt ein Kind dann auf dieses Brett steigen. Die 20g schweren Rollen halten einige Kilos aus. Viel Spaß beim Ausprobieren!

GarsControl stellt Sportübungen vor

Liebe Schüler des GG,
wir, das GarsControl Team, haben uns im Rahmen des diesjährigen Robotics-Wettbewerbes zur Forschungsfrage zum Thema Sport überlegt, wie wir Sport in den Alltag einbringen können. Dazu wird hier auf der Homepage des GG monatlich eine Sportart vorgestellt. Wöchentlich werden Sportübungen für zuhause auf die Homepage gestellt.
Unser Ziel ist, euch zu mehr Sport zu animieren (was vor allem in der Coronazeit sehr wichtig ist)
Außerdem würden wir uns sehr darüber freuen, wenn ihr, nachdem ihr die Übungen ausprobiert habt, auf survio.com an der Umfrage teilnehmt und angebt, ob es euch gefallen hat, damit wir unsere Beiträge verbessern können. Link zur Umfrage: https://www.survio.com/survey/d/L9H4I4Z3U8A5A7V7P
Wir freuen uns auch auf Videos von euch, wenn ihr die Übungen macht. Alle, die ein Video schicken, werden bei den nächsten Beiträgen extra erwähnt.
Für unseren Vortrag für den Roboticswettbewerb wäre es sehr hilfreich, wenn viele Videos kommen würden. 😉
Bitte beim Schicken der Videos immer den Namen und die Klasse dazuschreiben! E-Mail-Adresse:
Liebe Grüße und viel Spaß bei den Übungen!
Das GarsControl Team

Zeitungsartikel zum Neubau des Gymnasiums Gars

Im Mühldorfer Anzeiger erschien vor Kurzem folgender Artikel über den Neubau, der zur Zeit für unser Gymnasium errichtet wird:

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Artikel als PDF-Dokument in neuem Tab

Zwei etwas andere konstituierende Tage des Sani-Teams 2020

Eine Person kippt plötzlich um und kein Arzt ist in der Nähe. Was tun? Irgendetwas war da doch mit stabiler Seitenlage, aber was nochmal genau…?

Also wir, die neuen Sanis aus der neunten Jahrgangsstufe wissen jetzt Bescheid. Am Montag, den 14.09.20 hatten wir unseren Erste-Hilfe-Kurs mit Frau Gierse und Frau P. Normalerweise wäre das ganze Team ein paar Tage nach Rimsting gefahren, aber das ging aufgrund von Corona leider nicht. So mussten wir uns mit dem Medienraum begnügen. Trotzdem hatten wir wirklich viel Spaß und haben viel gelernt.

Angefangen haben wir damit, gemeinsam zu erarbeiten, was bei einem Ersten-Hilfe-Einsatz als Erstes, noch vor der richtigen Ersten-Hilfe, getan werden muss. Dann ging es richtig los. Wir lernten die stabile Seitenlage kennen und wie man reanimiert. Geübt haben wir an einer Übungspuppe, die wir Willi genannt haben. Danach kam das Einmaleins in punkto Verband, Druckverband, Dreieckstuch und Pflaster. Dieses Wissen testeten wir dann auch gleich in Partnerarbeit an dem jeweils anderen. Eine Platzwunde am Kopf, einige Schürfwunden und weitere Verletzungen haben wir (natürlich sehr professionell) versorgt.

Um Viertel nach vier waren wir fertig und alle sind nach einem anstrengenden, aber auf jeden Fall lustigen und aufschlussreichen Tag mit viel neuem Wissen nach Hause gefahren.

Vier Tage später, am Freitag, den 18.09.20 haben sich alle Sanis wieder getroffen. Am Vormittag haben die Zehnt- und Neuntklässler einige Kennenlernspiele zum Aufwärmen gespielt. Nach der großen Pause haben die Zehntklässler den neuen Sanis alles rund um den Einsatz gezeigt, wie zum Beispiel das Krankenlager und die Rucksäcke mit Verbandsmaterialien. Natürlich wurde auch besprochen, wie ein Einsatz abläuft oder wie man die Eltern der erkranken Mitschüler professionell verständigt. Um die Stärken und Schwächen der einzelnen neuen Sanis herauszufinden, durften die neuen Sanis „Tangram“ (eine Art Puzzle) spielen, die alten Sanis sollten die Rolle, die die einzelnen Personen im Team einnehmen, dokumentieren, was uns bei der Bildung gut funktionierender Teams sehr weiter geholfen hat. Nach der Mittagspause stießen auch die Sanis aus der elften Jahrgangsstufe zu uns. Um alle besser kennenzulernen, spielten wir nochmals einige Spiele (natürlich mit einem Abstand von 1,5 m). Danach kam der Moment, auf den alle gewartet hatten, das Bilden der Teams. Nachdem jeder seinen Namen an die Pinnwand geheftet hatte, zogen sich Frau Gierse und Frau P. zur Beratung zurück. Nach mehreren spannende Minuten durften wir uns die, zum Teil veränderten Teams anschauen. Nach einer kurzen Diskussion wurden die Teams endgültig festgelegt. Zum Abschluss wurden noch die Ämter vergeben, wie zum Beispiel die Hygienebeauftragten, die sich in den Pausen darum kümmern, dass die Liegen sauber sind oder die Teamsprecher, die in etwa mit den AK- Leitern verglichen werden können. Kurze nach vier, verabschiedeten wir uns und konnten in unser wohlverdientes Wochenende gehen.

Unter diesen besonderen Umständen haben wir zwei sehr schöne konstituierende Tage erlebt und wir denken, wir können für alle Sanis sprechen, wenn wir sagen, dass wir uns auf ein spannendes Schuljahr im Saniteam freuen.
Mara Steinkrauß (9a) und Felicitas Hajek (10b)

Gruppenbild_Sanis2020_21

Gruppenbild der Sanis 2020/21

Neues vom Frankreich-Austausch: L’énigme de l’amitié franco-allemande

Das Rätsel um die deutsch-französische Freundschaft

Bild_Aizenay (1500)
Was verbindet diese zwei Personen außer die Masken des Gymnasium Gars?

a) Beide Personen essen gerne italienisches Eis.

b) Beide Personen lieben die bayerische Kultur.

c) Beide Personen sind Lehrerinnen am Gymnasium Gars.

Antwort b) ist richtig. ?

Bei diesen zwei Personen handelt es sich um zwei Lehrerinnen: Frau Göbel vom Gymnasium Gars und Madame Bluteau, Deutschlehrerin am Collège Soljenitsyne in Aizenay, die beide die bayerische Kultur lieben.

Sie haben die grandes vacances genutzt, um den ersten Schritt in die gemeinsame Richtung zu gehen und sich besser kennenzulernen. Sie trafen sich an der Atlantikküste, um ein erstes Band der deutsch-französischen Freundschaft zu knüpfen, das die Schüler*innen aus Aizenay und Gars im neuen Schuljahr pflegen werden. Bei Canard confis und café gourmand haben sich beide Lehrerinnen über die aktuelle Corona-Lage in Frankreich und Deutschland, sowie über die Regularien des rentrée ausgetauscht. Fast wehmütig erinnerte sich Madame Bluteau an ihren Aufenthalt als Au-pair-Mädchen im Münchner Umland, als man noch ohne Masken einkaufte, mit der U-Bahn fuhr oder engumschlungen im Biergarten zum Takt der bayerischen Kultur mitschunkelte.

Dennoch oder gerade deshalb sind Madame Bluteau und Frau Göbel optimistisch und zuversichtlich, dass es 2021 endlich – trotz bzw. mit Corona – zu einem ersten Aufeinandertreffen der Schülergruppen kommen wird. Denn beide wissen um den Wert des kulturellen Austausches und des Sprechens einer Fremdsprache. Ihnen ist durchaus bewusst, dass das Zustandekommen des Austausches weniger von ihrem persönlichen Bemühen und Einsatz abhängt, als von dem sich entwickelnden Pandemiegeschehen beider Länder und die daraus resultierenden Vorgaben der Regierungen.

A suivre!/ Fortsetzung folgt!                                                                               Gbl

Trio vom Gymnasium Gars siegt mit Businessplan für Haushaltsroboter

OVB online 29.07.2020

Eigentlich hatten sie keine Lust auf den Wettbewerb. Doch dann sprang der Funke über – jetzt folgte die große Überraschung: Susanne Schex (16), Anna Selmeier (15) und Victoria Kamhuber (16) vom Gymnasium Gars gewinnen mit einem Business-Plan für ein Unternehmen den bayernweiten Wettbewerb „Play the Market“.

Gars – Nach einem schwierigen Schuljahr gab es am Gymnasium Gars noch eine große Überraschung: Die Schülerinnen Susanne Schex (16), Anna Selmeier (15) und Victoria Kamhuber (16) gewannen mit einem Business-Plan für ein Unternehmen, das einen Haushaltsroboter auf den Markt bringt, einen bayernweiten Wettbewerb – und fliegen zur Belohnung nach New York, wenn die Pandemie vorbei ist.

Freuen sich über den Überraschungssieg: (von links) Susanne Schex, Anna Selmeier und Victoria Kamhuber.

Lehrer drohte – erfolgreich – mit Referat über „Die Ökonomie des Scheiterns“

Vom Tellerwäscher zum Millionär: So wird in den USA ein typischer Erfolgsweg charakterisiert. Auf das Schülerinnen-Trio aus Gars gemünzt könnte es heißen: von anfangs lustlosen Wettbewerbsteilnehmern zum Projektsieger. Denn die Begeisterung der drei Garser Schülerinnen für das Vorhaben war zu Beginn gering, als sie von ihrem Wirtschaft-und-Recht-Lehrer Norbert Ziche erfuhren, dass es in den Profilstunden des wirtschaftswissenschaftlichen Zweiges um die Teilnahme am Planspiel „Play the Market“ gehen würde. Nur die „knallharte Drohung“ ihres Lehrers, dass jeder, der aus dem Wettbewerb fliegt, ein Referat zum Thema „Die Ökonomie des Scheiterns“ halten müsse, bewog eine Schülerin dazu, am Vorabend des Einsendeschlusses um 22 Uhr die geforderte Exceltabelle für die Planung des ersten Geschäftsjahres online einzureichen.

Damit begann eine Erfolgsgeschichte: Nach einem geglückten Start steckte das Triol zunehmend Energie und Ehrgeiz in die zu treffenden Entscheidungen über Produktmenge, Preis, Werbeausgaben, die Ein- und Ausstellung von Mitarbeitern – in einem Unternehmen, das einen möglichst großen wirtschaftlichen Gewinn erzielen sollte, aber durchaus auch unter Berücksichtigung ökologischer, sozialer und gesundheitlicher Aspekte.

Nach sechs durchgestandenen Spielrunden war es so weit: Mit der höchsten Punktzahl in Gesamtbayern gelangte das Mädchentrio ins Halbfinale, bei dem erneut fünf anspruchsvolle Spielrunden durchzustehen und ein Werbeplakat zu gestalten waren – allerdings nicht mehr im Rahmen einer Präsenzveranstaltung, wie ursprünglich gedacht, sondern über online-Kanäle. Mit 94,7 von erreichbaren 115 Punkten qualifizierten sich die Drei für das Finale.

Nach der Pandemie geht es nach New York

Hier wetteiferten die besten 27 von anfangs über 1900 Schülern in etwa 600 Teams aus Bayern in einer erstmalig virtuellen Abschlussveranstaltung um den Hauptpreis: eine Sprachreise in die internationale Wirtschaftsmetropole New York.

Den Höhepunkt des Wettbewerbs bildete die abschließende Präsentation eines selbst erstellten Social-Media-Werbespots zu ihrem Unternehmen, gedreht mit der Handy-Kamera, vor großem Publikum und einer Expertenjury. Die Finalisten und die Gäste der Veranstaltung wurden von Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert begrüßt.

Am Ende die Überraschung: Der erste Platz ging an das Teams „asv GmbH Co. KG“ vom Gymnasium Gars. Es könnte jetzt ein Referat zum Thema „Die Ökonomie des Erfolgs“ schreiben. uc

StD i. R. Josef Müller verstorben

Josef Müller

Josef MüllerMehr als drei Jahrzehnte, nämlich von 1975 bis 2007 war Josef Müller als Lehrer am Gymnasium Gars tätig. Neben seinem Unterricht übernahm er zunächst die Fachbetreuung Sport und später dann für Biologie. In Ausübung dieser Funktion baute er die biologische Sammlung des noch recht jungen staatlichen Gymnasiums auf. Dabei nutzte er z. B. den Kontakt zu Präparatoren, kam aber auch zu Anschauungsmaterial, das am Münchner Flughafen wegen des Verstoßes gegen das Artenschutzabkommen beschlagnahmt worden war. Zu den ausgestopften oder anderweitig konservierten Tieren gesellten sich in der Sammlung durchaus auch lebende: Gespenstheuschrecken, Maikäfer, Regenwürmer und dergleichen. Dabei ging es ihm auch darum, Vorurteile gegenüber bestimmten Tiergattungen abzubauen, insbesondere gegenüber den Reptilien. Zweimal hat er eine große Ausstellung von Schlangen und anderen Reptilien und sogar von Vogelspinnen in die Schule geholt. Unsere Schülerinnen und Schüler waren dann z. B. verblüfft, wie sich eine Riesenschlange anfühlte, und so entwickelten sie Offenheit auch gegenüber diesen Tieren. Damit wurde das wohl wichtigste Ziel des Biologen Josef Müller erreicht, die Liebe zur Natur und ihren zahlreichen Geschöpfen zu wecken.

Josef Müller nahm seine Wissenschaft sehr ernst und eine niveauvolle Ausbildung und gute Leistungen der Schülerinnen und Schüler, vor allem auch der Kollegiatinnen und Kollegiaten  lagen ihm sehr am Herzen. Manch einer wird von ihm im Hinblick auf seine eigene berufliche Laufbahn geprägt worden sein. Dabei war er bis in seine letzten Unterrichtsjahre auch immer Neuerungen gegenüber aufgeschlossen, so z. B. auch gegenüber dem neu eingeführten Fach Natur und Technik. Auch hier war er maßgeblich an der Erweiterung und Entwicklung eines Konzeptes für dieses experimentell orientierte Fach sowie der notwendigen Erweiterung der Sammlung beteiligt.

Als Kollege und Fachbetreuer trug er wesentlich dazu bei, in den Fachschaften eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen. In den Arbeitsräumen der Biologie, immer etwas abgeschieden, herrschte stets ein freundschaftlicher, humorvoller Umgangston, den alle „Neuen“ übernommen haben. So entstand ein kameradschaftliches Arbeitsklima, in das junge Kollegen sofort eingebunden wurden, wo sie Rat und Hilfe fanden, wo aber auch ihre Anregungen gern gehört wurden. Man kann sagen, dass Josef Müller für manch einen zu einem väterlichen Freund wurde.

Auch mit der Pflege und Weiterentwicklung des Schulgartens war er über die Jahre immer wieder beschäftigt und dabei sehr bemüht, Schüler aller Jahrgangsstufen mit einzubinden. Der frühere Schulgarten mit Obst, Gemüse und Pflanzen aller Art wurde liebevoll gepflegt. Das Areal um dem Teich, Heimstatt von Molchen, Fröschen und Libellen, war für Generationen von Schülern ein Ort des Rückzugs und der Ruhe. Josef Müllers Ideen eines idealen Schulgartens werden sicher auch im neuen Biotop, das hinter dem neuen Hauptgebäude entstehen wird, weiterleben.

In der Zeit, in der er die Fachbetreuung für Sport innehatte, kam sein Hang zur Perfektion bei der Organisation von Sportfesten der Schule sehr zugute, seine Ideen und seine Kreativität bereicherten diese Veranstaltungen und auch unzählige Schikurse am Gymnasium Gars. Immer Ruhe und Freundlichkeit ausstrahlend, waren seine Fairness und seine Kameradschaftlichkeit ein Vorbild für Generationen von Schülern. Obwohl eigentlich ein Tenniscrack, war er auch eine unentbehrliche Stütze der Lehrer-Volleyball-Mannschaft. Als „Turm in der Mitte“ bildete er die Seele des Teams, das mit ihm sogar Oberbayerischer Meister wurde.

Seine Tätigkeiten beschränkten sich jedoch nicht nur auf die beiden Unterrichtsfächer. Dass ihm die Schule und die Schulfamilie in ihrer Gesamtheit ein großes Anliegen waren, bewies  Josef Müller mit der Organisation und Gestaltung aller Schulfeste nach Konzerten und Theateraufführungen. Er kümmerte sich tatkräftig um die Anschaffung der dafür notwendigen Ausstattung, von Biertischgarnituren über Besteck und Geschirr bis hin zu Gasgrills und  strohgedeckten Buden für die Sommerfeste und den Weihnachtsmarkt. Dass die Schulfamilie des Gymnasium Gars immer gern zusammenkommt zu all solchen – momentan so sehr vermissten – Feiern, ist in ganz erheblichem Maße ihm zu verdanken. Lange leistete er den jungen Kollegen, die ihn als Leiter des Bewirtungsteams abgelöst haben, bereitwillig Unterstützung und sorgte so für Kontinuität und die Begründung einer Tradition. Gerade wegen dieses Engagements war er einer der Kollegen, die das besondere Schulklima am Gymnasium Gars auf bemerkenswerte Art und Weise und dauerhaft geprägt haben.