„3-2-1-VoiGars!“ – dieser Schlachtruf hallte am Wochenende wieder durch eine Wettbewerbshalle der First Lego League. Beim Süddeutschlandfinale in Heidelberg trat das Senior-Team des Gymnasiums Gars in der zweiten Wettbewerbsrunde gegen die besten Mannschaften der Region an – und knüpfte nahtlos an den Erfolg aus Regensburg an, wo zuvor in Runde eins der 1. Platz errungen worden war.
In den sechs Wochen zwischen den beiden Wettbewerben arbeiteten die sechs Schüler gemeinsam mit ihrem Coach Oberstudienrat Marco Grees intensiv an der Weiterentwicklung ihres Projekts. Das Herzstück des Wettbewerbs, das sogenannte RobotGame, wurde technisch und strategisch optimiert. Im RobotGame programmiert jedes Team einen autonomen Roboter, der innerhalb von zweieinhalb Minuten möglichst viele Aufgaben auf einem thematisch gestalteten Spielfeld lösen muss. Präzision, ausgefeilte Strategie, effiziente Programmierung und ausführliches Testen entscheiden dabei über die Positionierung in einer umkämpften Tabellenspitze.
Auch die Präsentation von Design und Programmierung gewann an Klarheit und Tiefe. Das Forschungsprojekt zum aktuellen Saisonthema „Unearthed“, das sich mit Fragestellungen aus der Archäologie beschäftigt, überzeugte mit einem besonders praxisnahen Ansatz: Die Garser Schüler entwickelten eine App, die Archäologinnen und Archäologen bei der schnellen und strukturierten Dokumentation ihrer Funde – etwa bei Rettungsgrabungen unter Zeitdruck – unterstützt. Damit verband das Team technisches Know-how mit realen wissenschaftlichen Herausforderungen.
Der Einsatz zahlte sich aus: Mit herausragenden 505 von 545 möglichen Punkten im RobotGame erreichte das Team einen Spitzenwert. Zudem wurde es aufgrund seiner besonderen Leistungen in den drei weiteren Bewertungskategorien – Forschungsprojekt, Robot Design und Teamwork – von der Jury mehrfach nominiert.
Mit dem 2. Platz beim Süddeutschlandfinale erzielte das Garser Team sein bislang bestes Ergebnis auf dieser Ebene. Damit qualifizierte sich die engagierte Schülergruppe für das Zentraleuropafinale der D-A-CH-Region, das Mitte April in Leipzig stattfindet. Dort treffen die 24 besten Teams aus ursprünglich rund 650 gestarteten Mannschaften aufeinander.
Der Blick darf sich nun sogar etwas in Richtung der anschließenden Weltfinals richten – bedeutende Events, die Mitglieder der GarsControl-Familie bereits im vergangenen Jahr kennenlernen durften: in Florida mit einem hervorragenden 5. Platz sowie in Singapur als bestes europäisches Team ihrer Altersklasse.
Seit mehreren Jahren ist Robotics ein fester Bestandteil des Wahlunterrichts am Gymnasium Gars. Dabei werden technisches Verständnis, Teamarbeit, kreative Problemlösung und Präsentationskompetenz gleichermaßen gefördert. Einen Einblick in diesen Unterricht bietet das Gymnasium Gars am 18. März ab 18 Uhr beim Infoabend für Grundschüler.
Fotos/Text: Bauer, Grees